Brunnenphilosophie




Oft denke ich, die Menschheit lernt einfach nichts dazu oder wenn, dass das, was sie dazu gelernt hat und noch dazu lernen wird, die Welt nicht einfacher macht.

Das fing schon an beim Turmbau zu Babel, der letztendlich zu Sprachverwirrung und Verständigungsproblemen geführt hat, und das Projekt scheitern ließ.

Auch in späteren Jahren wurden Kathedralen errichtet, wahren Himmelsstürmern gleich, zu denen man nur ehrfürchtig aufschauen kann.

Aber verbinden sie mich auch mit dem Himmel, mit Gott?

Wäre es nicht viel sinnvoller gewesen, statt des Turmbaus zu Babel einen Brunnen zu graben?

Je tiefer ich den Brunnen grabe, umso näher komme ich zu einer Quelle, die Leben spendet, die in der Tiefe weit verzweigt ist und damit auch eine innere Verbindung zu andern Brunnen schafft.

Der Brunnen ist nicht mehr nur von äußeren Einflüssen wie Regen abhängig, er kann sich auch aus sich selbst speisen.




   Ist auch Gott nicht viel mehr in der Tiefe unseres Ichs zu finden als die Quelle unseres Seins?

In dieser Tiefe gibt es nur eine Sprache, die jeder versteht,

die Sprache des Herzens, die Sprache der Liebe.

       Nicht höher hinaus, sondern tiefer nach innen, lässt uns auch Frieden gelingen.


(c) Bild & Text Carla May

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